DDAS Machine Insight Suite – Ihre Daten verstehen

Über diesen Leitfaden

Die Library-Manuals beschreiben jeden Funktionsbaustein, jeden Eingang und jeden Ausgang. Dieser Leitfaden beantwortet eine andere Frage: Was sagen Ihnen die Zahlen? Er erklärt die Informationen, die Sie von der Machine Insight Suite erhalten, zeigt an Rechenbeispielen, wie die Werte zusammenhängen, und nennt, was zu prüfen ist, wenn ein Wert unerwartet aussieht.

Er richtet sich an Maschinenbauer, die die Suite integrieren, und an alle, die die Ergebnisse auf einem Dashboard lesen: Produktionsleiter, Prozessingenieure und Bediener.

Die OEE-Begriffe und Formeln folgen den verbreiteten Definitionen von oee.com (Vorne Industries). Die englischen Fachbegriffe stehen beim ersten Vorkommen in Klammern, weil sie auch in den Namen der Ausgänge stecken. Wo die Suite abweicht oder mehr liefert, sagt es dieser Leitfaden.

Sie möchten wissen Kapitel
Welche Informationen die Suite liefert und woher sie kommen 2
Was ein „Schedule“ ist und warum alles je Schedule gezählt wird 3
Wie sich die Zeit einer Schicht in produktive Zeit und Verluste teilt 4
Wie OEE, Verfügbarkeit, Leistung, Qualität und TEEP gerechnet werden 5
Wie Stopps eingeordnet werden und was Kurzstopps sind 6
Was Ziele, Durchsatz und Verluste in Stück bedeuten 7
Wie die Top 10 der Stillstandsgründe zu lesen sind 8
Wie die Batch-Endzeit vorhergesagt wird 9
Wie mehrere Schichten oder Batches zusammengefasst werden 10
Warum ein Wert anders aussieht als erwartet 11

Dokumenthistorie

Version Datum Autor Beschreibung
1.0 07.10.2026 DDAS Erste Fassung
1.1 08.10.2026 DDAS Zeitmodell: Hinweis, dass der Geschwindigkeitsverlust mit jedem gezählten Teil aktualisiert wird.

Die Informationen im Überblick

Informationsfluss

Die Suite braucht nur wenige Signale von der Maschine. Daraus leitet sie alle Informationen ab:

Signal von der Maschine Verwendet für
Produktionszustand (Producing, Starved, Blocked, NoMaterial, OperatorStop, EquipmentFailure, NotReady, NoDemand) Verluste, Verfügbarkeit, Top-States
Stückzähler OK und NOK Stückzahl, Qualität, Leistung, Durchsatz
Sollgeschwindigkeit in Teilen pro Minute Ideale Zykluszeit, Ziele, Leistung
Batch-Ziel, Batch-Start und -Stopp Batch-Endzeit-Prognose
Schicht- und Pausenkalender (Parameter) Aktiver Schedule, geplante Produktionszeit
Information Geliefert von Struktur
Ortszeit, UTC-Zeit, Wochentag, Kalenderwoche Date Time Library scDateTimeInfo
Aktive Schicht, Batch oder Pause mit Start und Ende Scheduler Library, GetSchedule scScheduleInfo
Restbauzeit und geschätztes Batch-Ende Scheduler Library, GetBuildTime und GetBatchScheduledEndTime —
OEE, Verfügbarkeit, Leistung, Qualität, TEEP, Stückzahlen, Ziele, Durchsatz Equipment Performance Library scPerformanceDetails
Produktionszeiten des Schedules Equipment Performance Library scProductionDetails
Dauer und Anzahl jeder Stoppart Equipment Performance Library scProductionLossDetails
Top 10 der Stillstandsgründe nach Dauer und nach Häufigkeit Equipment Performance Library scTopState
Die letzten 21 Schedules EP_History Arrays der Strukturen oben
Ein Gesamtergebnis über mehrere Schedules EP_Result scEP_Result

Alle Werte werden auf der Steuerung berechnet, in jedem SPS-Zyklus. Sie stehen ohne Datenbank und ohne Cloud-Verbindung zur Verfügung und lassen sich in einer Visualisierung anzeigen oder an ein übergeordnetes System weitergeben.

Alles wird je Schedule gezählt

Ein Schedule ist der Zeitraum, für den die Suite Daten sammelt und auswertet. Das kann sein:

Beginnt ein Schedule, starten alle Zähler bei null. Endet er, wird das Ergebnis eingefroren, kann in der Historie gespeichert werden, und der nächste Schedule beginnt wieder bei null. Jeder Wert in diesem Leitfaden beantwortet deshalb die Frage „Wie läuft diese Schicht (oder dieser Batch) bisher?“ und nicht „Wie läuft die Maschine allgemein?“. Kapitel 10 zeigt, wie mehrere Schedules zusammengefasst werden.

Eine Pause beendet einen Schedule nicht. Sie hält ihn an: Während einer geplanten Pause wird kein Stopp gezählt, und die Zeit gehört nicht zur geplanten Produktionszeit.

Gut zu wissen

Das Zeitmodell

OEE teilt die Zeit eines Schedules Schritt für Schritt in das, was produktiv war, und das, was verloren ging. Die Suite liefert jeden Schritt als Wert.

Zeitmodell

Schritt Bedeutung Wert
Gesamtzeit (All Time) Zeit seit Beginn des Schedules scPD.tActualAllTime
− Schedule Loss Zeit, in der keine Produktion geplant war: Pausen, „kein Auftrag“ und Zeit ohne gemeldeten Zustand scEP.tScheduleLoss
= Geplante Produktionszeit (Planned Production Time) Zeit, in der die Maschine hätte produzieren sollen scPD.tPlannedProdTime
− Verfügbarkeitsverlust (Availability Loss) Lange Stopps: Störung, nicht bereit und jeder Stopp, der länger dauert als die Kurzstopp-Zeit scEP.tAvailabilityLoss
= Laufzeit (Run Time) Zeit, in der die Maschine lief scPD.tRunTime
− Kurzstopps Stopps, die kürzer sind als die Kurzstopp-Zeit scEP.tPerformanceLoss
− Geschwindigkeitsverlust Zeit, die verloren ging, weil die Maschine langsamer lief als geplant scEP.tSpeedLoss
= Nettolaufzeit (Net Run Time) Zeit, die die produzierten Teile bei Sollgeschwindigkeit brauchen (ideale Zykluszeit × Stückzahl) scPD.tNetRunTime
− Qualitätsverlust (Quality Loss) Zeit, die auf Ausschussteile entfiel scEP.tQualityLoss
= Voll produktive Zeit (Fully Productive Time) Zeit für Gutteile bei Sollgeschwindigkeit scPD.tFullyProdTime

Wo die Suite mehr Detail liefert als das Standardmodell

Das Standardmodell kennt einen Leistungsverlust. Die Suite teilt ihn in Kurzstopps (als Zeit gemessen) und Geschwindigkeitsverlust (gerechnet: der Teil der Laufzeit, der weder Kurzstopp noch Nettolaufzeit ist). Sie sehen sofort, ob die Maschine Ausbringung verliert, weil sie kurz steht oder weil sie langsam läuft. Der Leistungsverlust des Standardmodells ist die Summe aus beiden.

Das Zeitmodell geht auf: tRunTime = tPerformanceLoss + tSpeedLoss + tNetRunTime. Der Geschwindigkeitsverlust wird mit jedem gezählten Teil aktualisiert; zwischen zwei Teilen kann die Summe deshalb um bis zu eine Zykluszeit abweichen. Seine Verhältnisse lassen sich direkt nachrechnen: Leistung ist tNetRunTime / tRunTime, Qualität ist tFullyProdTime / tNetRunTime, und OEE ist tFullyProdTime / tPlannedProdTime.

OEE und ihre drei Faktoren

Formeln

Kennzahl Formel Frage, die sie beantwortet
Verfügbarkeit (Availability) Laufzeit / Geplante Produktionszeit Wie viel der geplanten Zeit lief die Maschine?
Leistung (Performance) (Ideale Zykluszeit × Stückzahl) / Laufzeit Wie schnell lief sie, während sie lief?
Qualität (Quality) Gutteile / Stückzahl Wie viele der Teile waren gut?
OEE Verfügbarkeit × Leistung × Qualität Wie viel der geplanten Zeit war voll produktiv?
TEEP OEE × Geplante Produktionszeit / Gesamtzeit Wie viel der gesamten Zeit war voll produktiv?

Die ideale Zykluszeit ist die Zeit für ein Teil bei Sollgeschwindigkeit: 60 s / Teile pro Minute. Bei 60 Teilen pro Minute ist sie 1 s. In der Suite heißt sie rProductTime.

Rechenbeispiel

Eine Schicht, mit denselben Zahlen wie in der Grafik von Kapitel 4:

Eingabe Wert
Schichtlänge 480 min
Pausen 60 min
Lange Stopps 40 min
Kurzstopps 10 min
Sollgeschwindigkeit 60 Teile pro Minute, ideale Zykluszeit 1 s
Stückzahl gesamt 19.950 Teile
Ausschuss (NOK) 399 Teile
Schritt Rechnung Ergebnis
Geplante Produktionszeit 480 − 60 420 min
Laufzeit 420 − 40 380 min = 22.800 s
Gutteile 19.950 − 399 19.551
Verfügbarkeit 380 / 420 90,4 %
Leistung (1 s × 19.950) / 22.800 s 87,5 %
Qualität 19.551 / 19.950 98,0 %
OEE 0,9047 × 0,875 × 0,98 77,5 %
TEEP 77,58 % × 420 / 480 67,8 %

Die Suite schneidet die Prozentwerte nach einer Nachkommastelle ab, sie rundet nicht auf. 90,47 % wird als 90,4 % angezeigt.

Gegenprobe: In diesem Beispiel lässt sich die OEE auch direkt rechnen als (Gutteile × ideale Zykluszeit) / geplante Produktionszeit = 19.551 s / 25.200 s = 77,5 %. Beide Wege liefern dasselbe Ergebnis, und die drei Faktoren zeigen zusätzlich, wo die 22 % verloren gingen.

Diese Abkürzung gilt nur, solange die ideale Zykluszeit gleich bleibt. Sobald während eines Schedules das Produkt wechselt und das neue Produkt eine andere Sollgeschwindigkeit hat, gibt es keine einzelne Zykluszeit mehr, mit der man die Stückzahl multiplizieren könnte. Die Suite verwendet die Abkürzung deshalb nicht. Sie gewichtet jedes Teil mit der Zykluszeit, die bei seiner Herstellung galt, und rechnet die Leistung aus dieser Summe (Kapitel 5.4). Das Ergebnis stimmt für ein Produkt und für beliebig viele Produktwechsel.

Beispiel: Eine Schicht läuft 200 Minuten mit Produkt A (60 pro Minute, Zykluszeit 1 s) und produziert 10.800 Teile, danach 180 Minuten mit Produkt B (30 pro Minute, Zykluszeit 2 s) und produziert 4.860 Teile. Die Nettolaufzeit ist 10.800 × 1 s + 4.860 × 2 s = 20.520 s = 342 min. Bei einer Laufzeit von 380 min ist die Leistung 342 / 380 = 90,0 %. Würde man die Summe von 15.660 Teilen mit einer der beiden Zykluszeiten multiplizieren, kämen 68,7 % oder 137,4 % heraus, beides falsch.

So lesen Sie das Ergebnis

Was die Suite zusätzlich tut

Verhalten Warum Einstellung
Die Leistung wird am Anfang eines Schedules als 100 % angezeigt Mit den ersten wenigen Teilen würde der Wert zwischen Extremen springen Anlaufzeit und Anlaufstückzahl in scPar (Vorgabe 5 min und 10 Teile)
Die Kennzahlen werden alle paar Sekunden aufgefrischt, nicht in jedem Zyklus Eine ruhige Anzeige, die ein Bediener lesen kann scPar.tKPIUpdateFilter (Vorgabe 5 s)
Die Sollgeschwindigkeit darf sich während eines Schedules ändern Jedes Teil wird mit der Zykluszeit gewichtet, die bei seiner Herstellung galt; ein Produktwechsel verfälscht die Leistung nicht Eingang rProductsPerMin
OEE ist 0, solange ein Faktor 0 ist Vor dem ersten Teil sind Qualität und Leistung nicht definiert —

Stopps und Verluste

Welcher Zustand welchen Verlust verursacht

Das Maschinenprogramm meldet zu jeder Zeit genau einen Produktionszustand. Die Suite ordnet ihn einem Verlust zu:

Produktionszustand Typische Ursache Verlust OEE-Faktor
Producing Maschine läuft keiner —
NoDemand Kein Auftrag, wartet auf Start Schedule Loss nicht Teil der OEE
Pause (aus dem Kalender) Geplante Pause Schedule Loss nicht Teil der OEE
None Das Maschinenprogramm meldet keinen Zustand (Fehler 32) Schedule Loss nicht Teil der OEE
Starved Keine Teile von vorn kurz: Leistungsverlust, lang: Verfügbarkeitsverlust Leistung / Verfügbarkeit
Blocked Nachfolgende Station nimmt nichts ab kurz: Leistungsverlust, lang: Verfügbarkeitsverlust Leistung / Verfügbarkeit
NoMaterial Material ist ausgegangen kurz: Leistungsverlust, lang: Verfügbarkeitsverlust Leistung / Verfügbarkeit
OperatorStop Bediener hält wegen einer Kleinigkeit an kurz: Leistungsverlust, lang: Verfügbarkeitsverlust Leistung / Verfügbarkeit
EquipmentFailure Störung, Not-Halt Verfügbarkeitsverlust Verfügbarkeit
NotReady Gestoppt, wartet auf Neustart Verfügbarkeitsverlust Verfügbarkeit

Wie Ihre Maschinenzustände auf diese Zustände abgebildet werden, legen Sie einmal im Maschinenprogramm fest (Funktion StateConverter im Application Template). Diese Abbildung entscheidet, wie aussagekräftig das Ergebnis ist. Wird zum Beispiel jeder Stopp als NotReady gemeldet, stimmt die OEE trotzdem, aber Verlustanalyse und Top-States können Ihnen nichts sagen.

Bezug zu den „Six Big Losses“ (oee.com):

Six Big Losses

Six Big Losses In der Suite
Equipment Failure (ungeplante Stopps) EquipmentFailure, NotReady und die langen Stopps
Setup and Adjustments (geplante Stopps, Rüsten) Ihr Maschinenprogramm meldet dafür einen der Zustände; als NoDemand ist es Schedule Loss, als NotReady oder OperatorStop ein Verfügbarkeitsverlust
Idling and Minor Stops (Kurzstopps) Die vier Kurzstopp-Arten
Reduced Speed (verringerte Geschwindigkeit) Geschwindigkeitsverlust
Process Defects, Reduced Yield (Ausschuss) Qualitätsverlust (NOK-Teile); die Suite trennt Anlaufausschuss nicht von Ausschuss im laufenden Betrieb

Vier der sechs Verluste weist die Suite als eigenen Wert aus. Das Zeitmodell von oee.com fasst „Idling and Minor Stops“ und „Reduced Speed“ zu einem Leistungsverlust zusammen; in der Suite ist das tPerformanceLoss + tSpeedLoss. Der Geschwindigkeitsverlust ist gerechnet, nicht gemessen: Alles, was die Maschine langsamer macht und nicht als Stopp gemeldet wird, landet dort. Zwischen zwei Teilen steigt er leicht und fällt zurück, wenn das nächste Teil gezählt wird.

Kurzstopps

Eine Maschine, die vierzigmal für fünf Sekunden steht, hat ein anderes Problem als eine Maschine, die einmal drei Minuten steht. Die Suite trennt deshalb Kurzstopps von langen Stopps.

Kurzstopp und langer Stopp

Die Grenze wählen: oee.com beschreibt Kurzstopps als Stopps von ein bis zwei Minuten, die der Bediener ohne Instandhaltung behebt. Die Vorgaben der Suite sind niedriger, weil eine Steuerung viel kürzere Stopps erfasst, als ein Mensch notieren kann. Setzen Sie die Grenze auf die Dauer, unter der in Ihrer Fertigung niemand einen Grund aufschreiben würde.

Was Sie zu jeder Stoppart erhalten

Für jede der zehn Stopparten (sechs lange, vier kurze), für Pausen, NoDemand und den Zustand None liefert scProductionLossDetails die Gesamtdauer und die Anzahl der Ereignisse. tUnplannedDowntime und uiUnplannedOccurrence sind die Summen der zehn Stopparten.

Dauer geteilt durch Anzahl ergibt die mittlere Länge eines Stopps. Ein langer Mittelwert deutet auf ein Reparatur- oder Versorgungsproblem, ein kurzer Mittelwert mit vielen Ereignissen auf eine chronische Störung.

Ziele, Durchsatz und Verluste in Stück

Zeit ist genau, aber „wir haben 40 Minuten verloren“ bleibt abstrakt. Die Suite drückt das Ergebnis deshalb auch in Stück aus.

Ziele

Wert Formel Bedeutung
lrActualPlanTarget Geplante Produktionszeit / ideale Zykluszeit Teile, die Sie jetzt ohne jeden Verlust hätten
lrActualNetTarget Laufzeit / ideale Zykluszeit Teile, die Sie jetzt hätten, wenn die Maschine immer mit Sollgeschwindigkeit gelaufen wäre, wenn sie lief
lrActualPlanOEETarget lrActualPlanTarget × Ziel-OEE Teile, die Sie jetzt bei Ihrer Ziel-OEE haben sollten
lrActualNetOEETarget lrActualNetTarget × Ziel-OEE Dasselbe, bezogen auf die Laufzeit

Die Ziele wachsen mit der Zeit. Sie zeigen, wo der Schedule jetzt stehen sollte, nicht an seinem Ende. Vergleichen Sie sie mit lrQuantity: Liegt die Stückzahl über dem OEE-Ziel, ist die Schicht dem Plan voraus. Die Ziel-OEE ist der Eingang rOEEpercent.

Durchsatz

Wert Formel Bedeutung
lrActualPlanTPH Stückzahl / geplante Produktionszeit, je Stunde Tatsächliche Ausbringung je geplanter Stunde
lrTargetPlanTPH lrActualPlanTarget / geplante Produktionszeit, je Stunde Geplante Ausbringung je Stunde
lrActualNetTPH Stückzahl / Laufzeit, je Stunde Tatsächliche Ausbringung je Laufstunde
lrTargetNetTPH lrActualNetTarget / Laufzeit, je Stunde Geplante Ausbringung je Laufstunde

Der Plan-Durchsatz enthält alle Stopps und beantwortet „Wie viel bekommen wir wirklich je Stunde?“. Der Netto-Durchsatz lässt die langen Stopps weg und beantwortet „Wie schnell ist die Maschine, wenn sie läuft?“.

Verluste in Stück

Wert Formel
lrScheduleLoss Schedule Loss / ideale Zykluszeit
lrAvailabilityLoss Verfügbarkeitsverlust / ideale Zykluszeit
lrPerformanceLoss Kurzstopps / ideale Zykluszeit
lrQualityLoss Anzahl der NOK-Teile
lrSpeedLoss Geschwindigkeitsverlust / ideale Zykluszeit

Das Beispiel in Stück

Wert Rechnung Ergebnis
Plan-Ziel 420 min × 60 25.200
Stückzahl 19.950
Verfügbarkeitsverlust 40 min × 60 2.400
Leistungsverlust (Kurzstopps) 10 min × 60 600
Geschwindigkeitsverlust 25.200 − 19.950 − 2.400 − 600 2.250 (= 37,5 min)
Qualitätsverlust 399
Plan-Ziel bei 85 % Ziel-OEE 25.200 × 0,85 21.420
Plan-Durchsatz Ist 19.950 / 7 h 2.850 je Stunde
Plan-Durchsatz Soll 25.200 / 7 h 3.600 je Stunde
Netto-Durchsatz Ist 19.950 / 6,33 h 3.150 je Stunde

Lesart: Die Schicht liegt 5.250 Teile unter dem Ideal. 2.400 gingen durch lange Stopps verloren, 600 durch Kurzstopps und 2.250, weil die Maschine langsamer lief als geplant. Bei einem Ziel von 85 % sollte die Schicht 21.420 Teile haben und liegt 1.470 zurück.

Top 10 der Stillstandsgründe

Die Top-State-Analyse sortiert die zehn Stopparten des laufenden Schedules in zwei Ranglisten:

Jeder Eintrag enthält den Zustand, seine Dauer oder seine Anzahl und seinen Anteil an der Summe in Prozent.

Top-States

So lesen Sie es

Die Rangliste ist so fein wie Ihre Zustandsabbildung (Kapitel 6.1). Brauchen Sie den Grund hinter einem Zustand, zum Beispiel welche Störung ein EquipmentFailure ausgelöst hat, zeichnen Sie ihn im Maschinenprogramm neben dem Zustand auf.

Batch-Endzeit-Prognose

Für einen Batch mit einer Zielstückzahl schätzt die Suite, wann er fertig sein wird. Das geschieht in zwei Schritten.

Schritt 1: Restbauzeit

Wert Formel
Restbauzeit (Batch-Ziel − gebaute Teile) × ideale Zykluszeit / OEE

Beispiel: Ziel 5.000, gebaut 1.400, Sollgeschwindigkeit 60 pro Minute, OEE 80 %: (5.000 − 1.400) × 1 s / 0,8 = 4.500 s = 75 Minuten.

Das Teilen durch die OEE macht die Prognose realistisch: Eine Maschine, die 80 % erreicht, braucht ein Viertel mehr Zeit als im Idealfall. Welche OEE Sie anschließen, bestimmt, wie sich die Prognose verhält:

OEE am Eingang Verhalten der Prognose
Aktuelle OEE des laufenden Batches Folgt dem, was gerade passiert; reagiert auf jeden Stopp
Mittlere OEE aus der Historie Ruhig; zeigt, was für diese Maschine normal ist
0 oder 100 % Idealzeit ohne jeden Verlust; das frühestmögliche Ende

Schritt 2: Endzeit mit Schichten und Pausen

Die Bauzeit allein berücksichtigt nicht, dass die Maschine in Pausen und außerhalb der Schichten nicht produziert. Der zweite Schritt legt die Bauzeit in den Schicht- und Pausenkalender.

Batch-Endzeit-Prognose

Ausgang Bedeutung Beispiel
dtBatchEndTime Geschätztes Datum und Uhrzeit des Batch-Endes 13:15
ltTotalTimeToBatchEnd Zeit von jetzt bis dahin 1 h 45 min
tBreakTimeToBatchEnd Darin enthaltene Pausenzeit 30 min
xBatchEndTimeValid Die Prognose ist gültig TRUE

So lesen Sie es

Historie und Ergebnisse über mehrere Schedules

Historie. Am Ende eines Schedules speichert EP_History sein Ergebnis. Die letzten 21 Schedules stehen bereit, der neueste bei Index 0. Sie können Schichten oder Batches miteinander vergleichen und die Datensätze an eine Datenbank weitergeben.

Gesamtergebnis. EP_Result fasst mehrere Schedules zu einem Ergebnis zusammen, zum Beispiel die drei Schichten eines Tages oder die letzten fünf Batches, mit oder ohne den laufenden Schedule.

Warum nicht einfach der Mittelwert? Zwei Schichten:

Geplante Produktionszeit Laufzeit Verfügbarkeit
Schicht 1 420 min 399 min 95 %
Schicht 2 (kurz, mit einer langen Störung) 120 min 60 min 50 %
Mittelwert der beiden Prozentwerte 72,5 %
Aus den Summen gerechnet 540 min 459 min 85 %

Der Mittelwert behandelt die kurze Schicht wie die lange. Das Ergebnis aus den Summen ist die Verfügbarkeit, die die Maschine in diesen neun Stunden wirklich hatte.

Wenn ein Wert unerwartet aussieht

Beobachtung Erklärung Was zu tun ist
Die Leistung bleibt am Schichtanfang auf 100 % Anlaufphase (Kapitel 5.4) Abwarten oder Anlaufzeit und Anlaufstückzahl verkürzen
Die Leistung liegt über 100 % Die Sollgeschwindigkeit ist niedriger als die tatsächliche Teile pro Minute korrigieren
Die Leistung ist niedrig, obwohl die Maschine „durchlief“ Die Sollgeschwindigkeit ist das technische Maximum, oder Kurzstopps werden nicht als Stopp gemeldet Teile pro Minute und Zustandsabbildung prüfen
Der Leistungsverlust sinkt, der Verfügbarkeitsverlust steigt Ein Stopp hat die Kurzstopp-Zeit überschritten (Kapitel 6.2) Nichts; gewollt
Die Kennzahlen ändern sich nur alle paar Sekunden Anzeigefilter (Kapitel 5.4) tKPIUpdateFilter anpassen
Die OEE ist 0 Ein Faktor ist 0, meist vor dem ersten Teil Auf die ersten Teile warten
Die Stückzahl ist gleich am Schichtanfang größer als 0 Teile wurden vor Schichtbeginn produziert (Kapitel 3) Nichts; sie zählen nicht für die Leistung
Die Top-States zeigen nur ein oder zwei Zustände Das Maschinenprogramm meldet nur diese Zustände Zustandsabbildung verfeinern
Die Verfügbarkeit eines Tages weicht vom Mittelwert seiner Schichten ab Ergebnisse über mehrere Schedules werden aus den Summen gerechnet (Kapitel 10) Nichts; das Ergebnis aus den Summen ist richtig
Die Batch-Endzeit springt Die aktuelle OEE ist angeschlossen (Kapitel 9.1) Für eine ruhigere Prognose eine mittlere OEE verwenden
Die Werte sind nach dem Schichtwechsel gelöscht Ein neuer Schedule beginnt bei null (Kapitel 3) Historie oder EP_Result verwenden
Dauern springen um eine Stunde Die Uhr wurde verstellt, zum Beispiel Sommerzeit; Dauern folgen der Ortszeit Betroffen ist nur der Schedule während der Umstellung
xError ist TRUE und iErrorID ist gesetzt Ein Parameter fehlt oder liegt außerhalb des Bereichs Siehe Fehlertabelle im Library-Manual

Begriffe

Begriff Bedeutung
Schedule Zeitraum, der ausgewertet wird: eine Schicht, ein Batch oder ein Produktlauf
Gesamtzeit (All Time) Zeit seit Beginn des Schedules
Schedule Loss Zeit ohne geplante Produktion: Pausen, kein Auftrag
Geplante Produktionszeit (Planned Production Time) Gesamtzeit minus Schedule Loss
Laufzeit (Run Time) Geplante Produktionszeit minus Verfügbarkeitsverlust
Nettolaufzeit (Net Run Time) Laufzeit minus Kurzstopps und Geschwindigkeitsverlust; gleich ideale Zykluszeit × Stückzahl
Ideale Zykluszeit (Ideal Cycle Time) Zeit für ein Teil bei Sollgeschwindigkeit
Kurzstopp Stopp, der kürzer ist als die eingestellte Kurzstopp-Zeit; Leistungsverlust
Langer Stopp Jeder andere Stopp; Verfügbarkeitsverlust
Geschwindigkeitsverlust Ausbringung, die verloren ging, weil die Maschine langsamer lief als geplant
OEE Overall Equipment Effectiveness, Gesamtanlageneffektivität: Verfügbarkeit × Leistung × Qualität
TEEP Total Effective Equipment Performance: OEE × geplante Produktionszeit / Gesamtzeit
Top-State Stoppart in der Rangliste nach Dauer oder nach Häufigkeit

Quellen

Ihre Rückmeldung

Dieser Leitfaden wurde nach bestem Wissen erstellt, um Sie bei der Arbeit mit unserem Produkt bestmöglich zu unterstützen.

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Ihr DDAS Application Software Team